Die Personalkorporation ist Eigentümerin von 161 ha Wald. Die Bewirtschaftung erfolgt mit einer Arbeitsvereinbarung mit der Korporation Willisau und Pfaffnau. So konnten grosse Personalkosten für die Waldwirtschaft eingespart werden.

Im Jahre 2011 wurde in der Forswirtschaft folgendes erreicht:

  • Die Personalkorporation kann erfreulicherweise auf ein fast schadenfreies Jahr 2011 zurückblicken.
  • 2011 wurde in den Wäldern 2‘670 Stück Jungpflanzen gepflanzt , davon waren 32% Laubholz, 62% Nadelholz und 6% Sträucher. In der Jungwaldpflege wurde mit 840 Aren insgesamt etwas unter den Vorjahren gepflegt. Jungwaldpflege ist bekannterweise aufwändig, der Ertrag ist immer erst Jahre resp. Jahrzehnte später ersichtlich.
  • Aus der Holzernte resultieren folgende Zahlen: genutzt wurden 1’862 m3 (praktisch Vorjahresmenge). Die Nutzung war 97.2% Normalnutzung, Sturmholz 1.5%, 1.3% Käferholz. Die Sortimente waren: 54.3% Rundholz, 19.9% Industrieholz und 25.8 Energieholz. Der Energieholzanteil ist gegenüber dem Vorjahr um 15% gestiegen. Tendenz auch weiterhin steigend. Die Holzpreise waren im 2011 besser als die Voraussage im 2010.

Ausbilck 2012

Aussicht Holzmarkt: Bedingt durch den tiefen Eurokurs werden grosse Mengen Schnittholz zu tiefen Preisen importiert. Die einheimische Holzindustrie ist gezwungen, ebenfalls auf diesem Preisniveau zu verkaufen. Für die Exportprodukte ist der starke Franken ebenfalls ein grosses Problem.Es ist eine gute Nachfrage nach Nadelholz vorhanden. Die Preise werden aber unter Druck bleiben.Beim Laubholz sind vor allem dunkle Hölzer gefragt. Buchenholz ist noch immer wenig nachgefragt.

 

Jahresbericht Forstwirtschaft 2011
(erstellt von David Schraner, Betriebsleiter Forstwirtschaft Korporation Willisau)

Witterung

Das Jahr startete mit kaltem Winterwetter. Nach einer kurzen sehr milden Phase kehrten die kalten Temperaturen bis anfangs Februar wieder zurück. März und April waren durch milde Temperaturen geprägt und es fielen sehr wenig Niederschläge. Der April war sogar der Trockenste seit Messungen. Mitte Mai fiel dann der ersehnte Regen, auch im Juni waren Niederschläge vorhanden. In den Sommermonaten war es oft kühl und es regnete viel. Am 12. Juli waren wir am Rand eines heftigen Gewittersturms, der in der Region Zofingen sehr grossen Schaden anrichtete. Wir kamen bei diesem Unwetter praktisch ohne Schäden davon. Der Herbst war dann wieder trocken und sehr mild. Erst anfangs Dezember fiel in erhöhten Lagen der erste Schnee. Am 16. Dezember fegte das Sturmtief Joachim über die Schweiz. Im Wald richtete der Sturm vereinzelte Streuschäden an.

Waldzustand Allgemein

Die für die Wälder wichtigen Niederschläge im Winter und vor allem im Frühling waren viel zu gering ausgefallen und für die frisch gepflanzten Bäume waren die Bedingungen im sehr milden und trockenen Frühling schlecht. Die eher kühlen und nassen Sommermonate halfen dem Wald sich wieder etwas zu erholen. Der trockene Herbst setzte den Bäumen aber erneut zu. Vor allem ältere Nadelbaumbestände machten nicht mehr einen sehr vitalen Eindruck. Trotz der trockenen Witterung im Jahr 2011 hatten wir wenig Käferbäume zu beklagen.

Auch in unserer Gegend breitet sich zunehmend eine neuartige Pilzkrankheit an der Esche aus. Dieses Eschentriebsterben wurde erstmals in den 90 er Jahren in Polen beobachtet und breitet sich in ganz Europa aus. In der Schweiz beobachtete man diese Krankheit erstmals 2008. Bei den vom Pilz befallenen Trieben welken zuerst die Blätter und anschliessend sterben die befallenen Wipfel ab. In unseren Wäldern sind in erster Linie Eschen in Jungwüchsen bis Stangenhölzer betroffen. Aber auch bei grossen Bäumen kann teilweise eine Kronenverlichtung beobachtet werden.

Wildschutzmassnahmen

Einzelschütze:
– Chemisch         395 Stk.
– Drahtkorb        125 Stk.
– Climatic            130 Stk.

Jungwaldpflege

Bei der Jungwaldpflege waren hauptsächlich Arbeiten in der Entwicklungsstufe Jungwuchs notwendig. Im Hobenwald wurde die Wertastung an Douglasien, Lärchen und Kirschbäumen durchgeführt.

Holznutzung

Die Holznutzung setzte sich aus zwei grossen und diversen kleineren Holzschlägen zusammen. Die beiden grossen Holzschläge waren in der Risleren Natelantenne und in der Löwenhalde. Bei diesen Holzschlägen wurde gleichzeitig ein Waldrandaufwertungsprojekt gem. kantonaler Vorgabe ausgeführt.

Die Holznutzung setzte sich wie folgt zusammen:

Nutzungsart

2011

Kubatur

%

2010

Kubatur

%

Normalnutzung

1’809.39

97.2

1’737.56

96.0

Käferholz

25.09

1.3

71.92

4.0

Sturmholz

27.00

1.5

 

Total Nutzung

1’861.48

100.0

1’809.48

100.0